Neuwied/Altenkirchen, 26. Februar 2020. Das Ziel der Bundesregierung von einer Million E-Autos bis 2020 wurde krachend verfehlt. Wie es um die Elektromobilität im Wahlkreis bestellt ist, konnte der heimische AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck durch eine schriftliche Anfrage an die Bundesregierung ermitteln. Von den 6.231 PKW, die 2019 im Landkreis Neuwied neu zugelassen wurden, waren 112 E-Autos. Dies entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent. Im Landkreis Altenkirchen wurden 2019 bei 4.374 PKW hingegen 48 E-Autos neu zugelassen (1,1 Prozent).

Dazu erklärt Bleck:
"Bei den Neuzulassungszahlen von E-Autos lassen sich deutliche Unterschiede zwischen den Landkreisen Neuwied und Altenkirchen festhalten. In Neuwied befinden sich die Neuzulassungszahlen im Vergleich zu konventionellen Mobilitätstechnologien im bundesweiten Durchschnitt. In Altenkirchen sieht es jedoch schlechter aus, da die E-Mobilität in Flächenlandkreisen ohne großen städtischen Raum kaum alltagstauglich ist. Die Ladezeiten sind zu lang und die Reichweiten zu gering. Zudem fehlt es immer noch an Ladeinfrastruktur. Gegen den ländlichen Raum lässt sich die E-Mobilität, die ihre Vorteile vor allem im städtischen Raum zur Geltung bringt, jedenfalls nicht flächendeckend etablieren.

Vor diesem Hintergrund sollte die Bundesregierung bei der Förderung alternativer Mobilitätstechnologien stärker diversifizieren. Die Diesel-, Gas- und Wasserstofftechnologie sollten im Vergleich zur E-Mobilität nicht stiefmütterlich behandelt werden. Auch synthetische Kraftstoffe müssen stärker gefördert werden."
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