Berlin, 31. Oktober 2019. Die Gewalt im Amateurfußball nimmt zu. Bei einem Spiel zwischen FSV Münster und TV Semd im Landkreis Darmstadt-Dieburg wurde der Schiedsrichter durch den Spieler Hayri G. ins Krankenhaus geprügelt. Der zuständige Schiedsrichter-Obmann Thorsten Schenk spricht von einer „neuen Dimension“ und sieht eine Mitschuld bei der AfD: „Das ist eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung, denke ich. Nehmen Sie nur die AfD. Da werden Dinge gesagt, die völlig unsagbar sind, und keiner bestraft sie dafür.“

Dazu erklärt der AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck, Fußballschiedsrichter und stellvertretendes Mitglied im Sportausschuss des Deutschen Bundestages: „Thorsten Schenk verwechselt Ursache und Wirkung. Die AfD weist seit Jahren auf die Gewalt im Kontext von Migration und Integration hin. Im Unterschied zu den etablierten Parteien, die die Probleme beschwichtigen und relativieren, möchten wir diese verhindern. Auch der Amateurfußball ist ein Spiegel der Gesellschaft. Als Schiedsrichter weiß ich, dass die Gewalt im Amateurfußball weder neu noch überraschend ist. Das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ist – anders als es Bundesregierung und DFB mit ihrer Migrations- und Integrationsromantik suggerieren – nämlich nicht grundsätzlich von gegenseitigem Respekt geprägt.

Die AfD sieht diese Entwicklung und ihre Folgen kritisch. Wer bei und mit uns spielen will, spielt nach unseren Regeln oder überhaupt nicht. Jeder, der Schiedsrichter angreift oder beleidigt, muss nicht nur mit sportrechtlichen, sondern auch strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Gewalt hat weder auf dem Fußballplatz noch in der Gesellschaft etwas zu suchen.“

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