Neuwied, 9. November 2018. Nach dem ICE-Brand am 12. Oktober auf der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main bei Dierdorf kritisierte der Feuerwehrinspekteur des Landkreises Neuwied, Werner Böcking, unlängst, dass der Notfallmanager der Bahn erst 40 Minuten nach der Alarmierung an der Brandstelle eintraf und die Rettungskräfte 45 Minuten mit dem Löschen hätten warten müssen. Der Bahnexperte Markus Hecht bemängelte zudem, dass die Bahn Züge mit Schäden auf die Strecke schicke.

Dazu erklärt der heimische AfD-Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck:

„Beim Notfallmanagement der Bahn gibt es offensichtlich Verbesserungsbedarf, um die Sicherheit der Passagiere und Einsatzkräfte zu erhöhen. Dabei muss auch der Frage nachgegangen werden, warum der Notfallmanager erst 40 Minuten nach Alarmierung an der Brandstelle eintraf, obwohl dafür maximal 30 Minuten vorgesehen sind. Auch die Frage, ob die Bahn tatsächlich Züge mit Schäden auf die Strecke schickt, muss geklärt werden. Die Bahn beteuert zwar, dass die Überbrückung des Buchholzrelais bei der Wartung von ICE-3-Zügen nicht vorgesehen sei, mehrere Lokführer gaben aber an, dass sie ICE-3-Züge mit überbrücktem Buchholzrelais gefahren seien. Um diesen ungeklärten Fragen auf den Grund zu gehen, habe ich mich dazu entschlossen, eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung zu stellen.“